Informelle und formelle Stadtplanung: Bebauungskonzept in Berlin Marzahn-Hellersdorf

Das Plangebiet im Hellersdorfer Ortsteil Kaulsdorf ist geprägt
von Wohnbebauung, Wochen-

endnutzungen mit erheblichen Verdichtungspotenzialen sowie teilweise brachgefallen gewerb-

lichen Arealen. Ziel der Planung ist die städtebauliche Ordnung des Quartiers bei Ergänzung von Flächen für eine Kindertages-

stätte (ca. 2000 m²) und für die Feuerwehr (ca. 1700 m²).



Fünf Thesen bestimmen das Plankonzept der ews:

  1. Die Entwicklung zum Wohngebiet ist weiterzuführen.
  2. Das Wohnen ist anzureichern mit ergänzenden, untergeordneten Funktionen in kleinmaßstäblicher Mischung.
  3. Die Chance des allmählichen Wachsens ist zu nutzen.
  4. Die entstandene Vielfalt im Privaten ist durch die Einheitlichkeit im öffentlichen Raum zu ordnen.
  5. Die Qualifizierung an der Hauptachse Chemnitzer Straße hat Priorität, sie bestimmt das Profil des Gebietes.

Um planerische Flexibilität im Verfahren zu sichern, ist ein zusammen-

hängendes Areal für den Gemeinbedarf zu bevorzugen. Die gute Erreichbarkeit und ruhige Lage sind übergeordnete Kriterien für die Standortwahl. Ein schnelles Ausrücken der Feuerwehr (drei Einheiten) ist gewährleistet. Die Zonierung des Plangebiets (MI- und WA-Gebiete) untermauert die Ziele der Flächennutzungs- und Bereichsentwicklungs-

planung.